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Glaukom durch Blasmusik?


Glaukom durch Blasmusik ?

Schumann und Mitarbeiter (2000) untersuchten den IOD beim Spielen von Blasinstrumente. Insbesondere bei Instrumenten mit hohem Anblasdruck (z. B. Oboe, Trompete) können während des Spielens sehr hohe IOD-Werte erreicht werden. Hier könnte spekuliert werden, ob diese - zwar nur kurz dauernden, aber sehr hohen - IOD-Spitzen einen Glaukomschaden bewirken oder ein vorhandenes Glaukom verstärken könnten. Im ersten Teil der Studie, an dem drei Blasmusiker mit entsprechenden Instrumenten teilnahmen (einer davon spielte zusätzlich ein Instrument mit niedrigem Anblasdruck) stiegen der IOD und die uveale Füllung mit der Intensität des Anblasdrucks. am zweiten Teil der Studie beteiligten sich insgesamt 45 Musiker: 9 spielten Blasinstrumente mit hohem Anblasdruck, 12 mit niedrigem und 24 andere Instrumente. Alle Teilnehmer wurden eingehend augenärztlich untersucht (u. a. Perimetrie. Spaltlampenuntersuchung, Gonioskopie). Die Blasmusiker mit hohem Anblasdruck hatten ein zwar gering, aber signifikant höheres Risiko eines Gesichtfeldverlustes als die anderen Musiker. Dieses Risiko stieg mit der lebenszeitlichen Dauer des Spielens. Der kumulative Effekt der Blasmusik könnte demnach zu einem Glaukomschaden führen, der durch die intermittierend hohen IOD entsteht und bei der Untersuchung als Normaldruckglaukom fehlgedeutet werden könnte.

[Quelle: Glaukom-aktuell 1 / 02, S. 9 ] zurück


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