Phys Med Rehab Kuror 2000  Thema: Wissenschaftliche Beiträge
  

Lebensqualität von Patienten mit Post-Poliosyndrom
nach Ergometertraining

Bocker B, Smolenski U, Seidel EJ

Institut für Physiotherapie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Kollegiengasse 9, 07740 Jena

Fragestellung: Ist mittels des SF 36 eine Änderung der Lebensqualität durch standardisierte Fahrradergometrie nachweisbar?

Methodik: 14 Patienten mit Post-Poliosyndrom(1) führten über 2 Monate 2×/Woche ein Intervalltraining durch. Einen Monat vor, zu Trainingsbeginn sowie nach 1 und 2 Trainingsmonaten als auch einen Monat nach Trainingsende beantworteten die Patienten den SF-36. Diese Ergebnisse wurden mit den entsprechenden Subskalen der Kontrollgruppe (14 Patienten gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung mit PPS ohne Training) mittels Varianzanalyse verglichen.

Ergebnisse und Diskussion: Bereits nach dem ersten Trainingsmonat verbesserten sich die Gesundheitswahrnehmung und der Körperschmerz, nach Trainingsende steigerte sich die körperliche Leistungsfähigkeit, während der Verlauf bei nicht trainierten Patienten keine Änderungen erbrachte. Weitere Referenzdaten stellen bevölkerungsrepräsentative Normdaten dar (2).

Schlussfolgerung: Der SF 36 belegt bei vorgestelltem Krankheitsbild eine Erhöhung der Lebensqualität durch Training.


1. Halstead LS, Grimby G. Das Post-Polio-Syndrom. (G. Fischer 1996) 197-199
2. Ware, J et al. Comparison of methods for the scoring and statistical analysis of SF-36 Health Profile and summary measures: Summary of results from the medical outcomes study: MEDICAL CARE 33 (1995), AS 265-AS 279.



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