Phys Med Rehab Kuror 2001  Thema: Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation  Wissenschaft   

W54

Untersuchung zur Veränderung der Hauttemperatur während spiroergometrischer Belastung

Wick C1,2, Seidel EJ2, Puta J1, Gabriel H1

1. Lehrstuhl für Sportmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Wöllnitzer Straße 42, 07749 Jena; 2. Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar, Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Weimar

Ziel der Untersuchung war es, den Parameter Hauttemperatur auf seine Veränderungen im Vergleich zu spiroergometrischen Werten zu prüfen. Schwerpunkte lagen dabei auf dem Verlaufsprofil der Hauttemperatur im Vergleich mit den Stoffwechselgrößen der Spiroergometrie wie Respiratorischer Quotient (RQ), Herzfrequenz, Laktat, Leistung, Schweißsekretion (Feuchte der abgegebenen Wärme).

12 Probanden (männlich, 20–30 Jahre) wurden einer Spiroergometrie auf dem Fahrrad (Beginn 40 W, Steigerung 50 W alle 3 min) bis zur subjektiven Erschöpfung unterzogen. Dabei wurden die Parameter der Spirometrie (RQ, AMV, VO2, die Herzschlagfrequenz und die Hautfeuchte (alle 30 sec), die Hauttemperatur mit dem THERMOCHECK® (jede min) und Laktat (alle 3 min) während der Belastung und bis zur 10. Erholungsminute erfasst.

Im Ergebnis kann bezüglich der Hauttemperatur aufgrund thermoregulatorischer und zirkulatorischer Umstellungen ein „Wanneneffekt“ festgestellt werden. Der Tiefpunkt der Wanne korreliert mit dem RQ von 1,0 und liegt in der Nähe der IAS. Eine Abhängigkeit vom Trainingszustand der Probanden ist ebenfalls festzustellen.

Schlussfolgernd kann die begleitende Messung der Hauttemperatur zusätzliche Aussagen zur Thermoregulationsfähigkeit und aufgrund ihrer statistischen Beziehungen zu anderen Parametern (RQ, IAS) orientierende Aussagen zu diesen liefern. Es werden Schlussfolgerungen für den Praxiseinsatz gezogen.


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